Hauptinhalt

Landrat Martin Sommer übergibt Bewilligungsbescheid über 13,9 Millionen Euro für Wohnungsverein-Projekt

 

-kd- RHEINE. Landrat Martin Sommer hat am Dienstag in der Geschäftsstelle des Wohnungsvereins Rheine an der Leugermannstraße im Beisein mehrerer Vorstandsmitglieder des Wohnungsvereins, von Bürgermeister Peter Lüttmann, der Beigeordneten Planen und Bauen, Milena Schauer, sowie Vertretern des Kreises Steinfurt einen Bewilligungsbescheid über 13,9 Millionen Euro an den Vorstandsvorsitzenden des Wohnungsvereins Rheine, Ludger Hellkuhl, übergeben. Mit dem Zuschuss wird ein Projekt des Wohnungsvereins Rheine in der Nähe des Elisabeth-Kirmesplatzes realisiert. Dabei geht es um die Erneuerung des Wohnquartiers Ferdinand-/Richard-/Windhorststraße – dort, wo kürzlich eine nicht zündfähige Weltkriegsbombe gefunden worden war.

Der Wohnungsverein plant dort die Errichtung von 160 Wohnungen – davon 110 mit öffentlichen Wohnraumfördermitteln. Die Genossenschaft will hier bezahlbaren Wohnraum für Haushalte mit Wohnberechtigungsschein zur Verfügung zu stellen. Dieses Engagement wird aus dem Sonderkontingent des Landes NRW für Maßnahmen der Quartiersentwicklung unterstützt und ist die größte geförderte Baumaßnahme im Kreis Steinfurt seit 20 Jahren.

Landrat Sommer sprach bei der Übergabe des Förderbescheids von einem „ Meilenstein“ für Rheine. Er dankte besonders seinem Sachgebietsleiter für Wohnungsförderung im Kreis Steinfurt, Jürgen Blömker, der sich im Rahmen der Kampagne „Kehrtwende“ seit über zehn Jahren für einen qualitätsvollen geförderten Mietwohnungsbau im Kreis Steinfurt einsetze. Der gebundene Wohnungsbestand im Kreis Steinfurt sei in dieser Zeit stetig angestiegen.

„Geld ist da“, sagte Blömker bei einer kurzen Präsentation zur Programm „Kehrtwende“. Viele Kommunen in NRW riefen die zur Verfügung stehenden Gelder jedoch nicht ab. Schuld daran seien die oft immer noch in vielen Köpfen herumspukenden Vorstellungen zum geförderten Wohnungsbau, der mit sozialen Problemen, Verwahrlosung und Hartz IV assoziiert werde. Mit seinen qualitativ hochwertigen Sanierungen und Neubauten gehe der Wohnungsverein Rheine hier neue Wege.

Bürgermeister Peter Lüttmann wies auf die besonderen Anstrengungen der Stadt Rheine zur Umgestaltung des lange als Problemviertel angesehenen Dorenkamps zu einem lebenswerten Stadtteil hin, die vielleicht demnächst sogar eine „Blaupause“ für den Stadtteil Schotthock sein könne. Das Projekt des Wohnungsvereins an der Parkstraße/Ferdinandstraße sei ein weiterer wichtiger Schritt bei diesem Umbau des Dorenkamps, ebenso wie Sanierungsprojekte und ein Fassadenprogramm.

Anschließend fand der symbolische erste Spatenstich auf dem Gelände gegenüber dem Elisabethplatz statt, auf dem schon seit einigen Tagen die Baumaschinen tätig sind.

Quelle: Münsterländische Volkszeitung, 28.10.2020, © Altmeppen Verlag GmbH & Co. KG ,
alle Rechte vorbehalten.