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Die Ergebnisse des Kunstprojektes „Der Dorenkamp soll schöner werden“ stehen jetzt im öffentlichen Raum

 

Die spielenden Kinder haben am Familienzentrum Jakobi an der Breite Straße / Mittelstraße einen guten Platz gefunden. Fotos: Rapreger

-kd- RHEINE. Sie zeigen Silhouetten von Menschen, stehen an markanten Orten und sind auffällig bemalt: An vier Eingangsschneisen zum Stadtteil Dorenkamp weisen seit einigen Tagen mannshoche Skulpturen auf den Stadtteil im Westen von Rheine hin.

Was hat es mit den Skulpturen auf sich? Ein Blick zurück. Ende Januar 2017 wird im Stadtteilbüro Dorenkamp ein besonderes Projekt vorgestellt. Der Stadtteil soll ein eigenes künstlerisches Profil bekommen: Zusammen mit Bürgern des Dorenkamps möchte der Künstler Manfred Webel aus Paderborn Zeichen und Skulpturen an verschiedenen Orten auf dem Dorenkamp aufstellen. Diese Zeichen sollen zur Neuen Mitte führen und ausstrahlen, was den Dorenkamp besonders macht.

Webel hat in Städten in Ostwestfalen schon ähnliche Projekte unter dem Motto „Kunst, die den Weg weist“ realisiert. Die Formen der Skulpturen sind ungewöhnlich, ihre Formen geschwungen, die Farben auffällig. Manchmal dienen sie auch als Sitzmöbel und lassen sich drehen. So entstanden neue Treffpunkte für die Bewohner der Stadtteile.

Weil es ein Kunstprojekt für die Dorenkämper ist, wurden die Bewohner dieses Stadtteils von Anfang an in das Projekt einbezogen. Nur drei Monate nach der Vorstellung im Stadtteilbüro stand dann im März 2017 ein knallroter Container auf dem Pfarrer-Bergmannshoff-Platz – ein „Kunstcontainer“, das mobile Zentrum des Wettbewerbs „Der Dorenkamp soll schöner werden“. Viele Gruppen waren damals in diesem Kunstcontainer zu Gast, auch viele Schülergruppen. Mit Buntstiften und Wasserfarbe arbeiteten die Jugendlichen konzentriert an ihren Entwürfen. Die 15-jährige Romy vom Emsland-Gymnasium malte eine Sitzbank, die optisch an drei Menschen unterschiedlicher Hautfarbe erinnert. Als „Begegnungsbank“ sollte sie das Miteinander der Kulturen symbolisieren. Ihr Mitschüler Ben entwarf ein „Willkommenstor“. Doch nicht nur Schüler besuchten den Kunstcontainer. Auch eine 84-jährige Frau war unter den Besuchern und stellte ihre Ideen vor. Und sogar ein Vierjähriger, begleitet von seiner Mutter, brachte einen Entwurf aus Knete vorbei. Aus rund 100 Bildern und kleinen Skulpturen wählte eine Jury später vier Entwürfe für Skulpturengruppen aus. Sie stehen nun an vier Zuwegungen zum Dorenkamp.

Quelle: Münsterländische Volkszeitung, 30.10.2020, © Altmeppen Verlag GmbH & Co. KG ,
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