-mas- RHEINE. Die ehemalige Damloup-Kaserne wird – anders als zunächst geplant – über das Jahresende hinaus als Unterkunft für Geflüchtete genutzt. Das teilten die Bezirksregierung Münster (BR) und die Stadt Rheine gestern mit.

„Vor dem Hintergrund der deutlich steigenden Zahl von Asylsuchenden setzt die Bezirksregierung Münster die Unterbringung von Geflüchteten in einigen Gebäuden der bisherigen Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) in Rheine zunächst fort“, heißt es in einer Pressemeldung der BR. Nach den bisherigen Planungen sollte die ZUE am 31. Dezember 2022 aufgegeben werden. In „enger Absprache“ mit der Stadt Rheine ist die Nutzung der Gebäude als Unterbringung für Geflüchtete um fünf Monate bis zum 31. Mai 2023 verlängert worden, hieß es weiter.

Während der teilweisen Weiternutzung bis zum 31. Mai 2023 stehen der Bezirksregierung Arnsberg in Rheine nun 400 Plätze zur vorübergehenden Unterbringung von Asylsuchenden zur Verfügung. Eine Unterbringung von ukrainischen Kriegsflüchtlingen ist in der Einrichtung aktuell nicht vorgesehen. Die Bezirksregierung Arnsberg koordiniert landesweit die Verteilung geflüchteter Menschen auf die Landeseinrichtungen und auf die Kommunen.

Wie die Stadt Rheine mitteilt, nutzt die ZUE die Gebäude 3, 3a und 5 (Nummerierung/Zählung von der Catenhorner Straße aus gesehen) sowie das Außengelände. Die längere Nutzung hat keine Auswirkungen auf den Fortgang zur Herrichtung des Geländes. Die Gebäude 2, 5a und 6 werden voraussichtlich im Laufe des Jahres 2023 abgebrochen; die Gebäude 3 und 3a voraussichtlich bis zum Jahresende 2023. Etwa zu diesem Zeitpunkt ist auch die komplette Herstellung des Geländes geplant.

Die ZUE Rheine war 2015 zunächst als Notunterkunft in Form einer Zeltstadt in Betrieb genommen worden. Im ersten Pandemie-Winter 2020 diente sie vorübergehend als Corona-Schutzeinrichtung zur Entlastung der NRW-Erstaufnahmeeinrichtung in Bochum. Anfang 2022 erhöhte die Bezirksregierung die Zahl der Plätze zur Unterbringung von Asylsuchenden auf rund 870. Betreuungsverband in der Einrichtung ist für die verbleibende Betriebszeit das Deutsche Rote Kreuz, der Sicherheitsdienst wird von der BEWA Security GmbH gestellt.

Unterdessen teilt die Stadt Rheine weiter mit, dass die neu installierten Flüchtlingsunterkünfte am Helenenweg wohl erst zu Beginn des kommenden Jahres bezogen werden können. Zwar sind die Container aufgestellt, aktuell fehlen aber noch Teile der Inneneinrichtung wie zum Beispiel die Küchen, sagte Stadtsprecher Frank de Groot-Dirks. Sobald die Container bezugsfertig sind, sollen dort zwischen 40 bis 50 Personen einziehen. „Die Zahl der Bewohner richtet sich nach der Familiengröße“, erläuterte der Stadtsprecher.

Quelle: Münsterländische Volkszeitung, 03.12.2022, © Altmeppen Verlag GmbH & Co. KG ,
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