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Padel-Tennis in alter Industriehalle

Investor Hermann Klaas spricht über die Pläne für früheres Thyssenkrupp-Schulte-Areal auf dem Dorenkamp

RHEINE. In die Entwicklung des früheren Thyssenkrupp-Schulte-Areals auf dem Dorenkamp kommt Bewegung: Der Lingener Investor Hermann Klaas will in der markanten Halle an der Ecke von Sprickmannstraße und Steinfurter Straße ein Sportcenter entwickeln. Es gebe bereits Interessenten; der Fokus liege dabei auf Padel-Tennis, sagte Klaas im Gespräch mit unserem Medienhaus.

Die Immobilie sei dafür ideal. „Das ist eine beeindruckende Stahlbeton-Konstruktion mit Tribünen im Innern“, schwärmt Klaas von dem Bauwerk mit einer Traufhöhe von zwölf Metern und rund 3.000 Quadratmetern Fläche. Die Halle soll nun instandgesetzt, mit der Umsetzung noch in diesem Jahr begonnen werden.

Der Bebauungsplan müsse zumindest für diesen Bereich und die vorgesehene Nutzung nicht geändert werden, sagte Klaas. Anders sieht das für die übrigen rund 20.000 Quadratmeter aus. Klaas will die darauf stehenden Gebäude nach eigener Aussage abbrechen und das Gelände entwickeln. Der Schwerpunkt liege dabei auf dem Bereich Wohnen. „Die Stadt ist mit dem Eigentümer hinsichtlich einer möglichen Nachnutzung des ehemaligen Thyssenkrupp-Schulte-Areals im Gespräch“, sagte Stadtsprecher Frank de Groot-Dirks auf Anfrage unseres Medienhauses.

Für eine Entwicklung des Standortes zu Wohn- und Dienstleistungszwecken wäre allerdings eine Änderung des derzeit geltenden Bebauungsplanes Nr. 93 „Wasserstraße“ aus dem Jahr 1984 zwingend erforderlich. Grundsätzlich stehe die Stadt einer „nachbarschaftsverträglichen Entwicklung des Areals für Wohn- und Dienstleistungsnutzungen positiv gegenüber“, heißt es aus dem Rathaus. Einen konkreten Zeitplan für eine mögliche Änderung des Bebauungsplanes gebe es aber noch nicht. „Über weitere Schritte würde im Rahmen der regulären Bauleitplanung und der politischen Beratungen entschieden“, sagte de Groot-Dirks.

Der Lingener Investor Hermann Klaas hat das insgesamt über zwei Hektar große Grundstück samt Gebäuden vor rund einem Jahr von dem Werkstoffhändler Thyssenkrupp Schulte gekauft. Der hatte den Standort Ende April 2025 wegen einer „strategischen Neuausrichtung“ des Geschäfts geschlossen. Die Ausbauoptionen an der Sprickmannstraße seien aufgrund der innerstädtischen Lage limitiert, hieß es damals zur Begründung. Die Vertriebsaktivitäten verblieben hingegen in Rheine (unser Medienhaus berichtete).

„Das ist eine der letzten großen innerstädtischen Flächen“, beschreibt Klaas das Areal zwischen Arbeitsagentur, Krumme Straße, Steinfurter Straße und Sprickmannstraße und nennt es ein „sehr interessantes Projekt“.

Der Unternehmer ist in Rheine als Eigentümer der Ems-Galerie bekannt. Der Lingener hatte das seinerzeit brach liegende Quartier zwischen Ems und Münsterstraße gekauft, zu einem Einkaufszentrum entwickelt und im Spätsommer 2016 eröffnet.

Padel-Tennis ist ein vom Tennis abgeleitetes Rückschlagspiel und wird auch in Deutschland immer mehr zu einer Trend-Sportart. Im Gegensatz zum Tennis sind die Spielfelder kleiner und die Schläger ohne Bespannung und kürzer. Derzeit gibt es ein solches Angebot in Rheine noch nicht, der TV Jahn baut aber derzeit eine Padel-Tennis-Anlage mit drei Plätzen am Standort Germanenallee. Eine Eröffnung ist hier für Juni geplant.

Quelle: Münsterländische Volkszeitung, 15.05.2026, © Altmeppen Verlag GmbH & Co. KG ,
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