• dorenkamp-fest.jpg
  • fest-der-begegnung-dorenkamp.jpg
  • flohmarkt.jpg
  • kinderfest.jpg

30 Jahre unter der Trägerschaft Deutscher Orden: Wie sich das St. Josefshaus verändert hat

Neue Konzepte und Nachbarschaft

RHEINE. Das Seniorenzentrum St. Josefshaus hat in der vergangenen Woche sein 80-jähriges Bestehen gefeiert (unser Medienhaus berichtete). Das Jubiläum war zugleich Anlass, auf ein weiteres besonderes Datum zu blicken: Seit inzwischen 30 Jahren liegt die Trägerschaft der Einrichtung beim Deutschen Orden.

Die Geschichte des Hauses reicht bis in das Jahr 1946 zurück. Damals übernahmen die Schwestern des Ordens der Mägde Mariens die ehemalige Flakkaserne in Rheine und bauten die Gebäude wieder auf. Im gleichen Jahr wurde das Haus offiziell an die Schwestern übergeben. 1996 übernahm der Deutsche Orden die Trägerschaft des St. Josefshauses.

Der Deutsche Orden betreibt heute deutschlandweit mehr als 60 soziale Einrichtungen – darunter Angebote für Seniorinnen und Senioren, Kinder und Jugendliche, Menschen mit Beeinträchtigungen sowie Einrichtungen der Suchthilfe. Mit dem Wechsel der Trägerschaft 1996 begann für das Josefshaus eine Zeit der Veränderungen. Besonders prägend war die umfassende Sanierung 1998. „Damals blieb eigentlich kein Stein auf dem anderen“, erinnert sich Einrichtungsleiterin Natascha Tyrell-Besta. „Bis auf die Grundmauern und die Kapelle wurde alles erneuert.“ Durch die Sanierung entstand ein modernes, lichtdurchflutetes Gebäude mit verbesserten Wohnbedingungen. Heute hat jedes Zimmer ein eigenes Badezimmer. Zudem gibt es vier große Speisesäle mit angegliederten Teeküchen.

Doch nicht nur das Gebäude veränderte sich. Unter dem Deutschen Orden entwickelte die Einrichtung auch neue Konzepte. So wurden 2009 16 Plätze für junge Pflegebedürftige geschaffen. „Die Pflege jüngerer Menschen unterscheidet sich deutlich von der Betreuung älterer Bewohner“, erklärt Tyrell-Besta. „Sie haben andere Sorgen, brauchen mehr Hilfe und wünschen sich deutlich mehr Aktivität im Alltag.“ Deshalb seien die Zimmer größer und es gebe mehr Personal. „Wir sind besonders stolz darauf, dass zwölf Bewohner wieder nach Hause zurückkehren konnten“, sagt Tyrell-Besta.

Ein weiterer Meilenstein folgte 2018 mit der Einrichtung neuer Seniorenwohngemeinschaften. Hier leben in vier Wohngemeinschaften jeweils drei bis sieben Mieter zusammen. Das Angebot richtet sich an Menschen, die nicht allein wohnen möchten. Die Wohngemeinschaften befinden sich im selben Gebäudekomplex wie der Schwesternkonvent.

Mit der Eröffnung des Quartierszentrums 2024 öffnete sich das St. Josefshaus noch stärker in die Stadtteile Dutum und Dorenkamp. Das Quartierszentrum organisiert unter anderem Rikschafahrten, Spielenachmittage, einen Herbstmarkt sowie den „lebendigen Adventskalender“, bei dem sich täglich eine Institution aus dem Stadtteil vorstellt. Auch eine „Bank gegen Einsamkeit“ wurde eingerichtet. „Menschen können hier zusammenkommen, erzählen und Zeit miteinander verbringen“, erklärt Tyrell-Besta.

So zeigt das Doppeljubiläum vom St. Josefshaus und Deutschem Orden nicht nur den Blick in eine lange Geschichte, sondern auch die kontinuierliche Weiterentwicklung. So entstand in den vergangenen 80 Jahren ein modernes Zentrum für Pflege, Gemeinschaft und Begegnung.

www.altenheim-rheine.de

Quelle: Münsterländische Volkszeitung, 16.05.2026, © Altmeppen Verlag GmbH & Co. KG ,
alle Rechte vorbehalten

Related Articles

Bundesministerium für Umwelt und Bauen

Europäische Union

Städtebau Förderung

Stadtwerke für Rheine

Stadtsparkasse Rheine

Stadt Rheine · Leben an der Ems