EWG macht Platz für alle
RHEINE. An Vorwärtskommen war am Donnerstagnachmittag auf dem Elisabethplatz nicht zu denken. Ingo Niehaus blieb fast an jedem Stand stehen. Groß war das Interesse vom EWG-Chef an den teilnehmenden Firmen, Niehaus pflegte den Austausch. Schließlich war es eine Art Premiere: Erstmals fand die Ausbildungsmesse der EWG auf dem Elisabethplatz statt – das Wachstum und Interesse an der Messe war in den vergangenen Jahren groß, die Veränderung musste her.
„Wir haben 145 Aussteller vertreten, alles Unternehmen aus Rheine und der Region“, sagte Katrin Meyer von der EWG. „Früher war es schmerzhaft wegen des begrenzten Platzangebotes in der Stadthalle Unternehmen abzusagen, jetzt hatten wir keine Absage.“ Drei Zelte waren aufgestellt, um alle unterzubringen. 3.000 Quadratmeter Platz, dazu noch einmal 1.000 Quadratmeter Außen-Aktionsfläche. Die Kapazitäten der Stadthalle hatten trotz Nutzung der Außenflächen und zusätzlicher Zelte nicht mehr ausgereicht und die Messe war an ihre Grenzen gestoßen.
„Ich bin begeistert“, sagte Niehaus während des Rundgangs. „Dieser neue Standort ist weit mehr als ein Ortswechsel. Dass wir heute auf dem Elisabethplatz stehen, zeigt, wie stark sich diese Messe entwickelt hat.“ Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels sei sie „wichtiger denn je“. „Hier treffen Menschen aufeinander, die vielleicht schon morgen gemeinsam Zukunft gestalten“, hoffte Niehaus.
Auch die ersten Rückmeldungen von den Unternehmen waren positiv. „Ein paar Bedenken hatten wir vorher schon. Aber die Logistik lief am neuen Standort wesentlich besser“, fand Dennis Kahle, Leiter IT und Marketing bei B & S Metallbau. „Wir waren zwei Stunden früher mit dem Aufbau fertig, weil wir nicht in der Schlange zum Parkhaus gestanden haben.“
Die Hauptakteure ließen sich auch von der längeren Wegstrecke, die Stadthalle liegt deutlich zentraler, nicht abbringen. „Wir haben rund 1.000 Anmeldungen aus den Schulen“, sagte Niehaus. Viele Jugendliche kamen aber auch so, einige in Begleitung ihrer Eltern. Entweder sie steuerten konkret einzelne Stände von Unternehmen an, die ihren Wunschberuf anbieten oder sie ließen ihre Eindrücke wirken. Die Messe war wieder gespickt mit Mitmachaktionen an den Ständen, aber natürlich vor allem eins: Informationen zum passenden Ausbildungsplatz. Und dabei kam es teilweise zum intensiven Austausch. Einige Unternehmen haben noch freie Ausbildungsplätze, bei anderen sind sie begrenzter. Wer wollte, konnte auch bei der „Last-Minute-Ausbildungsbörse“ freie Stellen finden. Die Messe bot das volle Maß an Berufsorientierung.
„Ich wünschte, so etwas hätte es zu der Zeit gegeben, als ich die Schule verlassen habe“, sagte NRW-Landtagsabgeordneter Norwich Rüße, der zusammen mit politischen Akteuren aller Ratsfraktionen aus Rheine zusammen mit EWG-Chef Niehaus und der stellvertretenden Bürgermeisterin Birgitt Overesch auf den Start-Rundgang durch die Zelte ging. „Mir gefällt es richtig gut. Alle sind gleich untergebracht. Das ist ein passender neuer Standort für die Messe“, fand Overesch.
Quelle: Münsterländische Volkszeitung, 12.06.2026, © Altmeppen Verlag GmbH & Co. KG ,
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