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Alte Halle von Thyssenkrupp-Schulte wird umgebaut / Eröffnung soll noch in diesem Jahr erfolgen

Ein „Lost place“ wird zur „Padelcity“

RHEINE. Auf die Industriebrache von Thyssenkrupp-Schulte in Rheine kehrt neues Leben ein. Hier entsteht in den kommenden Monaten eine Padel-Tennis-Anlage. Bereits Ende des Jahres soll im „Lost place“ an der Sprickmannstraße gespielt werden.

Padel-Tennis boomt. Die Trendsportart, die ursprünglich aus Lateinamerika kommt, wird nach Angaben des Deutschen Padel Verbands inzwischen von etwa 300.000 Menschen in Deutschland gespielt – mit steigender Tendenz. Nach TV Jahn und GW Amisia Rheine (unser Medienhaus berichtete) entsteht nun in Rheine in der alten Industriehalle von Thyssenkrupp-Schulte an der Sprickmannstraße eine weitere Anlage.

Betreiber ist „Padelcity“. Das Unternehmen mit Hauptsitz in München ist nach eigenen Angaben Marktführer beim Betreiben von Padel-Tennis-Anlagen in Deutschland. Das Unternehmen wurde 2022 gegründet und treibt seither die Expansion des Sports im deutschsprachigen Raum durch den Bau eigener Großanlagen sowie ein eigenes Franchise-Modell massiv voran.

Nun wird also auch Rheine „Padelcity“. Verantwortlich für den Aufbau des Standorts ist Tobias Everding. Er plant in der riesigen Halle mit Industriecharme fünf Doppelcourts und einen Singlecourt. „Rheine wird unser 25. Standort“, sagt der Clubmanager, der auch für die Standorte in Lingen und Emsbüren verantwortlich ist. Bis Ende des Jahres soll die Anlage in Rheine fertig sein, kündigt er beim Rundgang durch die Halle an und bezeichnet die drei Standorte als „emsländisches Dreieck“.

Die Halle hat vor gut einem Jahr der Lingener Investor Hermann Klaas gekauft – genau wie das rund zwei Hektar große Areal ringsherum. Klaas vermietet die Halle nun an Padelcity. Die seien nur einer von vielen Interessenten gewesen. Am Ende habe er unter vielen guten Bewerbern die Qual der Wahl gehabt, sagt Klaas.

Mit einer Traufhöhe von zwölf Metern und einem Portalkran auf einer Fläche von rund 2.500 Quadratmetern allein im Erdgeschoss versprüht die Halle echten Industriecharme. Everding hat sich sofort darin verliebt und schwärmt von den Möglichkeiten, die die Immobilie bietet.

Im Erdgeschoss entstehen die insgesamt sechs Spielflächen, dazu Sanitärbereiche und Gastronomie. Im ersten Obergeschoss gibt es eine Tribüne und Möglichkeiten, sich zusammenzusetzen– „Community“ heißt das auf neudeutsch. Die Nutzung der oberen Etage sei noch nicht ganz geklärt, hier sei man mit Betreibern eines Fitnessstudios in Kontakt, sagen Klaas und Everding. Der Eingang erfolgt über die Sprickmannstraße.

Obwohl es in Rheine bereits ähnliche Padel-Anlagen gebe, sehen Klaas und Everding den Markt noch lange nicht gesättigt. „Der Trend ist ungebrochen“, sagt Everding. Neben der Möglichkeit, die Courts für einzelne Spiele zu buchen, soll es auch Turniere in der Halle geben. Die Buchung erfolge über eine eigene App. Die Öffnungszeiten stünden noch nicht genau fest. In Lingen ist die Anlage – dort in einer alten Tennishalle – täglich von 6 bis 23 Uhr geöffnet.

Quelle: Münsterländische Volkszeitung, 11.08.2026, © Altmeppen Verlag GmbH & Co. KG ,
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