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Erstes Halbjahr am Emsland-Gymnasium ohne eigene Halle

„Der logistische Aufwand war enorm“

Wiedereröffnung im Herbst „nur ein Gerücht“

RHEINE. Es bleibt dabei: Auch mehr als ein halbes Jahr nach dem verheerenden Brand der Emsland-Sporthalle mit einem Millionenschaden gibt es noch keine Anklage. „Das Ermittlungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen“, heißt es weiterhin vonseiten der Staatsanwaltschaft Münster, ohne weitere Details zu nennen. Zu laufenden Ermittlungen würden generell keine Details weitergegeben, heißt es auf Anfrage.

Derweil läuft an der Schule der normale Schulalltag. Seit nun mehr als sechs Monaten muss die Schule ohne eigene Halle auskommen. „Es hat alles geklappt, wie es geplant war“, freut sich Schulleiterin Diana Schilling im Gespräch mit unserem Medienhaus.

Schülerinnen und Schüler sowie das Kollegium hätten sich schnell an die neue Situation gewöhnt. „Der logistische Aufwand war enorm“, spricht die Schulleiterin aber auch über die Herausforderungen für ihre Schule. Bei Krankheitsfällen im Kollegium mussten kurzfristig Busse abbestellt und Hallenkapazitäten abgesagt werden. Doch das war die Ausnahme. Die vor dem Schuljahr getroffenen Absprachen wurden gehalten, flächendeckender Sportunterricht an der Schule war auch ohne eigene Halle möglich.

Rückblick: Direkt nach dem Brand Ende Juni begannen die Arbeiten, um den Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums weiterhin einen Sportunterricht im Sinne des Lehrplans zu ermöglichen. Schon am Abend des Brandes waren Mitarbeiterinnen aus der Schulverwaltung vor Ort, einen Tag später trafen sich Schulleitung, Schulträger (Stadt Rheine) und die Schulaufsicht (Bezirksregierung Münster) zu einem ersten Gespräch, um nach Lösungen zu suchen. Nach intensiven Wochen der Arbeit waren diese gefunden.

Hilfreich war hierbei auch die große Welle der Solidarität innerhalb der Rheiner Stadtgemeinschaft sowie das bereits bestehende und gut funktionierende Netzwerk der Rheiner Schulen untereinander. So wurde gleich in der ersten Sitzung der Schul-Stundenplaner die Sport-LK-Vereinbarung mit dem Kopi getroffen. „Das konnte wie geplant umgesetzt werden“, freut sich Schilling, die den stellvertretenden Schulleiter Jan Jülich hervorhebt, der hauptverantwortlich für die Erstellung des neuen Sportplans unter besonderen Herausforderungen war.

Mitgespielt hat auch das milde Wetter, sodass die Schule lange Zeit ihre Außenanlagen nutzen konnte. Dafür wurden zwei Container angeschafft, in denen die neuen Sportmaterialien untergebracht sind. „Die Außenanlagen wurden – so lange es möglich war – sehr intensiv genutzt“, berichtet Schilling.

Ein Großteil wurde auch durch Wassersport aufgefangen. Der Schwimm-Unterricht wurde ausgeweitet, die Fünftklässler gehen zum Beispiel nicht nur ein halbes, sondern ein ganzes Schuljahr schwimmen. Neben den bisherigen Kontingenten im Hallenbad Mesum kamen Kontingente im „Aqua Reni“ hinzu.

Mit Blick auf das kommende Frühjahr bietet sich der Schule zudem eine weitere Perspektive: eine zusätzliche Beachvolleyballanlage. „Wir fiebern darauf hin, auch diese Kapazitäten nutzen zu können“, sagt Schilling.

Trotz der zahlreichen positiven Aspekte spricht Schilling von der „zweitherausfordernsten Zeit“ nach der Corona-Pandemie an der Schule. Sie dankt allen Beteiligten, dass die Umsetzung bislang so gut geklappt hat.

Doch der Blick geht auch nach vorne. Ende des Monats soll es zwischen Stadt und Schulleitung einen Austausch über die zukünftige Ausstattung der Sporthalle geben. Der Großteil der Sportgeräte war durch den Brand zerstört worden.

Gibt es schon eine Perspektive für die Wiedereröffnung der Halle? Nach Informationen unseres Medienhauses soll die Sanierung der Halle schneller abgeschlossen sein als bislang gedacht. Bereits im Herbst/Winter könnte es schon wieder ersten Sportunterricht in der Halle geben. Die Schulleiterin verweist auf den Schulträger. „Das ist nur ein Gerücht, da ist nichts dran“, sagt Stadtsprecher Frank de Groot-Dirks dazu auf Anfrage.

Generell möchte die Stadt auf Nachfrage keine Termin-Perspektive für die Wiedereröffnung der Sporthalle des Gymnasiums nennen. „Wir möchten uns nicht in einigen Monaten wieder rechtfertigen, wenn es aufgrund von Lieferschwierigkeiten oder etwas anderem zu Verzögerungen kommt“, sagt de Groot-Dirks.

Quelle: Münsterländische Volkszeitung, 15.01.2026, © Altmeppen Verlag GmbH & Co. KG ,
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