Eltern der Kardinal-von-Galen-Schule begeistern mit ihrem diesjährigen Theaterstück „Der Froschkönig“
Von , Cora-Lynn Brockhaus
RHEINE. Ein Schulleiter im Prinzessinnenkostüm, ein Frosch, der Jugendslang redet und eine Prinzessin, die sich waghalsig in einen Brunnen stürzt: Das alles gab es beim 22. Elterntheater am Freitagvormittag in der Kardinal-von-Galen-Schule (KvG). Das Märchen dieses Jahr: „Der Froschkönig“.
Auch Direktor Christoph Koenen und Konrektorin Brigitte Bülter fanden bei dieser Auflage erneut ihren Platz unter den Rollen: Sie spielten zwei Prinzessinnen aus dem Norden, was bei den zuschauenden Kindern auf großes Gelächter stieß. Und das war nicht der einzige kuriose Geschlechtertausch in dem Spiel: Der Froschkönig, der in der Originalgeschichte half, die Kugel aus dem Brunnen zu fischen, war in diesem Theaterstück eine Froschkönigin. Auch die Handlung wurde leicht verändert: Nachdem die Froschkönigin einen „Gute-Nacht-Kuss“ von ihrem Prinzen gestohlen hat, verwandelt sich nicht nur die Fröschin in eine echte Prinzessin, sondern der Prinz wird zum Frosch.
Begleitet wurde diese überraschende Szene von Lichteffekten und einer Nebelmaschine, die auch in diesem Jahr wieder vom Inhaber des Gitarrenlernstudios in Rheine, Lars Wüller, zu Verfügung gestellt wurden.
Letztlich war es der gute Mix aus „Theatersprache“ und Jugendsprache, der immer wieder zu Gelächter und Applaus vom jungen Publikum führte. So berichtete ein Elternteil, er habe sich einen Abend zuvor noch spontan dazu entschieden, das aktuelle Jugendwort „67“ (gesprochen „six-seven“) in das Stück mit einzubauen. Das hat sich offenbar gelohnt: Am Gelächter und Applaus der Schülerinnen und Schüler gemessen, war die Szene das Highlight der Aufführung.
Ebenso reibungslos wie die Aufführung verliefen auch die wöchentlichen Proben seit den Herbstferien. „Jede Probe verläuft allerdings anders“, erzählt eine der Eltern-Schauspielerinnen im Gespräch mit der MV. Kleine Patzer können immer passieren. Generell müsse jeder Spieler und jede Spielerin daher in der Lage sein, zu improvisieren. „Doch sobald das Bühnenbild steht und die Musik spielt, läuft irgendwie immer alles“, sagt die Mutter.
Ihren Kindern haben die Eltern übrigens nicht im Voraus verraten, welche Rollen sie im Stück spielen: „Für sie soll es ja auch eine Überraschung sein.“
Quelle: Münsterländische Volkszeitung, 07.02.2026, © Altmeppen Verlag GmbH & Co. KG ,
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